Bericht Kesselinspektorat
Das Berichtsjahr des Kesselinspektorats war geprägt von wiederkehrenden Inspektionen an Druckgeräten und von Zulassungen von Anlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten. Als besonderes Merkmal gilt die Covid-Pandemie, die den Bereich in seiner Tätigkeit Tätigkeit massgebend behinderte. Auf Grund der Corona-Situation wurde eine 2-monatige Kurzarbeit verhängt.
Wiederkehrende Inspektionen
Die 17 Inspektoren des Kesselinspektorates führten im Berichtsjahr 22910 Prüfungen an Druckgeräten durch. Rund 3/4 der Inspektionen fanden während des Betriebs statt, die übrigen bei Stillstand. Die Inspektoren stellten über 3000 Mängel fest.
Instandsetzungen und Änderungen
Die Beurteilung, die Freigabe sowie die Abnahme von Reparaturen und Instandsetzungen sind nach wie vor wichtige Aufgaben des Kesselinspektorats. Bei 345 Reparaturen oder Instandsetzungen wurden die Sachverständigen zur sicherheitstechnischen Beurteilung beigezogen.
Schadenfälle an Druckgeräten
2020 wurden 62 gravierende Mängel gemeldet. 28 Druckgeräte mussten sofort ausser Betrieb genommen werden. Die restlichen Schäden wurden in der gewährten Frist behoben.
An- und Abmeldung von Druckgeräten
Im Berichtsjahr wurden 1732 neue Druckgeräte bei der Suva angemeldet und vom Kesselinspektorat registriert. Im gleichen Zeitraum wurden 1588 Druckgeräte abgemeldet und aus dem Register gelöscht.
Auditierung von Fachstellen für Sicherheitsventil-Revisionen
53 Fachstellen verfügen zurzeit über eine Anerkennung des SVTI nach KIS-TR 901 und sind berechtigt, Sicherheitsventile gemäss den Vorgaben der EKAS-Richtlinie 6516 zu prüfen. Das Kesselinspektorat auditiert diese Fachstellen periodisch im Auftrag der Suva.
Mitwirkung bei Präventionsaufgaben
Das Kesselinspektorat unterstützt die Suva im Mandatsverhältnis bei Präventionsaufgaben. Als Fachorganisation übernimmt das Kesselinspektorat Aufgaben im Bereich Information und die Kontrollen nach gravierenden Mängeln. Zudem engagiert sich das Inspektorat in diversen Fachgremien.
Tanks und Tankanlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten
Seit 2009 ist der SVTI die Fachstelle für die Prüfung von Tanks aus Metall und Kunststoff und von deren sicherheitstechnischen Ausrüstungen gemäss den KVU-Richtlinien.
Bei den ausgeführten Inspektionen verzeichnete das Kesselinspektorat im Berichtsjahr den folgenden Anstieg. Insgesamt wurden 43 neue und erneuerte Gewässerschutz-Dokumente für Lagerbehälter aus Metall oder Kunststoff sowie für bauliche Vorrichtungen wie Auffang-wannen, Abdichtungen (Beschichtungen, Laminate, Folien, Fugendichtmassen und Fugen-bänder sowie Platten), innere Doppelwände (Innenmäntel aus Laminat oder Innenhüllen aus Folie) und apparative Vorrichtungen (Füllsicherungen) ausgestellt.
Ausserdem verzeichnete das Inspektorat 70 Einzelabnahmen von Lagertanks (neue und Occasionen ohne Reparaturen). Zusätzlich wurden im Auftrag der Unternehmen und Kantone bereits in Betrieb befindliche Anlagen vor Ort auf Übereinstimmung der Behälter und deren Sicherheitsausrüstung mit den KVU-Vollzugsrichtlinien geprüft. Die Änderungen bei den KVU-Vollzugsrichtlinien, die per 1. Januar 2020 in Kraft getreten waren, konnten ohne weitere Probleme umgesetzt werden.